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Gürtelrose vom Hautarzt richtig behandeln lassen

GürtelroseDie Gürtelrose ist ein schmerzvoller Ausschlag auf der Haut. Hervorgerufen wird dieser durch das ­Varicella-Zoster-Virus, der gehört zu der Gattung der Herpes-Viren. Bei dem ersten Kontakt verursacht dieser Virus Windpocken. Nach einer Infektion mit den Herpes-Viren verbleiben diese in manchen Bereichen des Nervensystems.

Der Virus wandert entlang der Nervenbahnen zu den Wurzeln der Nerven und verbleibt dort in inaktiv. Dieser Virus lässt sich bei 95 % von Erwachsenen nachweisen.

Eine Gürtelrose entwickelt sich, wenn der Virus reaktiviert wird, dann wandert dieser entlang der Nervenbahnen zurück zur Haut. Auch nach einer Windpocken-Impfung kann Gürtelrose entstehen.

Die beiden Erkrankungen sind extrem ansteckend für Leute, die noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten. Alle Altersgruppen können an Gürtelrose erkranken, häufig tritt sie vor allem bei älteren Menschen oder aber bei Menschen mit Immunschwäche auf. Auch durch andere Einflüsse kann eine Gürtelrose entstehen, beispielsweise durch Stress, eine schwere Grippe und Sonneneinwirkungen.

Der Höhepunkt dieser Erkrankung liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.

Hautkrankheiten vom Hautarzt behandeln lassen

Verschiedene Symptome deuten darauf hin, dass das Windpocken-Virus reaktiviert wurde. Anfang wird bewirkt die Gürtelrose Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Hautstellen, an denen das Virus entlang wandert, lösen ein brennendes Gefühl aus. Zwei bis drei Tage nach dem Anfang der Schmerzen tritt der typische Ausschlag auf. Das sind kleine Blasen, die einen geröteten und geschwollenen Untergrund haben. Diesen Ausschlag kann man mit dem Windpocken-Ausschlag vergleichen, er ist aber auf einen gewissen Bereich begrenzt. Der Ausschlag ist nach zwei bis sieben Tagen maximal ausgebildet. Durch das Aufplatzen der Blasen entstehen kleine Wunden, diese werden nach und nach mit Schorf bedeckt. Der Schorf fällt meistens nach zwei bis drei Wochen ab.

Außerdem kann Fieber neben dem Ausschlag auftreten. Auch können die naheliegenden Lymphknoten in manchen Fällen anschwellen. Wochen oder Monate später können bei einigen Leidtragenden erneute Schmerzen an den zuvor betroffenen Stellen des Körpers auftreten. Hierbei handelt es sich um Nervenschmerzen. Bestimmte Einflüsse wie nicht rechtzeitig eingeleitete oder ungenügende Therapie mit Arzneien erhöhen die Nervenschmerzen. Auch das Alter ist für die Erkrankung von Bedeutung, denn 70 % der älteren Menschen leiden an diesen Schmerzen.

Krankheiten richtig behandeln

Mithilfe der Krankengeschichte lässt sich die Gürtelrose diagnostizieren. Anhand des typischen halbseitigen klar begrenzten Ausschlages erkennt ein Mediziner sofort, ob es sich um eine Gürtelrose handelt. In den häufigsten Fällen sind keine weiteren Untersuchungen notwendig.
Sind jedoch Bedenken an der Krankheitsbestimmung erkennbar, kann man die Viren durch einen Abstrich an der Wunde nachweisen lassen. Des Weiteren sind auch die Antikörper der Viren im Blut nachweisbar.

Die Antikörper gegen das Virus weisen allerdings alle Menschen auf, die bereits im Kindesalter an Windpocken erkrankten. Man sollte auch eine eventuelle Grunderkrankung, die das Immunsystem schwächt, ausschließen, denn diese kann das Auftreten der Gürtelrose begünstigen.
Sollte man die Befürchtung haben, an der Gürtelrose erkrankt zu sein, ist unbedingt ein Arztbesuch unumgänglich. Es ist von hoher Bedeutung, dass der Betroffene so schnell wie möglich ein Arzneimittel einnimmt, denn so kann verhindert werden, dass sich das Virus vermehrt. So kann man den Verlauf der Krankheit verkürzen und die Nervenschmerzen und die Folgeschäden verhindern.

Wichtig ist es, dass das Arzneimittel innerhalb kürzester Zeit eingenommen wird.

Die Behandlung einer Gürtelrose sollte sehr schnell erfolgen. Sinnvoll ist es, wenn man der Sprechstundenhilfe den Verdacht auf einer Erkrankung mit Gürtelrose mitteilt, so kann man keine wertvolle Zeit im Wartezimmer verlieren. Wenn Schmerzen auftreten, kann man schmerzstillende Medikamente einnehmen und man sollte sich schonen, solange die Erkrankung besteht.

Die Gürtelrose kann erfolgreich behandelt werden

Erfolgt die Behandlung der Gürtelrose nicht schnell genug, können noch einige Wochen danach stark anhaltende Nervenschmerzen auftreten. Diese Beschwerden können viele Monate anhalten, diese werden dann mit starken Schmerzmitteln behandeln. Bei den Nervenschmerzen können auch bestimmte Arzneien die zur Gruppe der ­Antiepilepita gehören, hilfreich sein. Auch einige Salben können eine Linderung der Schmerzen herbeiführen.

Bei den meisten Betroffenen, die ein gesundes Immunsystem besitzen, heilt die Gürtelrose innerhalb weniger Wochen aus. Ältere Patienten können dagegen oft danach immer noch von Schmerzen geplagt werden.

In seltenen Fällen kann es aber auch zu einigen Komplikationen kommen. Manchmal bilden sich auf der Haut Narben, oder falls es zu einem Befall der Augen kam, kann sich dort die Hornhaut vernarben. Sollten die Gesichtsnerven betroffen sein, können eine kurzfristige Hörminderung, eine Gesichtsmuskellähmung und ein Geschmacksverlust auftreten. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können von Herpes Zoster am ganzen Körper haben. Diese generalisierte Form kann zu Organschäden führen, die lebensbedrohlich sein können.

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