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Pickel am Rücken

Pickel am RückenPickel am Rücken sind im Teenageralter Normalzustand, auch wenn die jungen Leute darunter genauso leiden wie Menschen in späteren Jahren. Immerhin dürfen Teenager sich damit beruhigen, dass der Spuk in aller Regel irgendwann vorbei sein wird. Das bleibt den Erwachsenen verwehrt. Hat man die Pickel nicht mit brutaler Gewalt über Jahre herausgequetscht, bleiben auch meist wenige oder keine Narben übrig. Männer klagen allerdings häufiger über diese Hinterlassenschaften, denn sie bekommen deutlich intensiver mehr und dickere Pickel als Frauen. Das liegt an dem männlichen Hormon Testosteron, das ein Pickelwachstum begünstigt.

In der Regel beschränken sich die Pickel nicht nur auf die sogenannte T-Zone im Gesicht – Stirn, Nase, Kinn -, sondern wachsen ebenso gut am Haaransatz, auf dem Rücken, der Brust beziehungsweise dem Dekolleté, den Oberarmen und sind sogar am Gesäß zu finden. Mit schlechter Körperpflege haben sie nichts zu tun. Dafür mit vielen ungeklärten Ursachen. Allergien, Hormonschwankungen, Medikamente – es gibt viele Gründe, warum man Pickel am Rücken bekommen kann. Ob Verdauungsprobleme und Übergewicht dafür infrage kommen, bleibt umstritten. Immerhin gibt es dicke Menschen mit traumhaft schöner Haut und schlanke Personen mit vielen roten Pusteln auf dem Rücken.

Behandlungen sanft beginnen

Aktive Hautzellen produzieren Talg; in diesem Fall zu viel. Die Drüsen können diese Menge nicht bewältigen und verstopfen – dann entstehen Mitesser. Kommen Bakterien dazu, sind Entzündungen möglich: die verflixten Pickel. Männer haben sie öfter auf dem Rücken oder auf den Oberarmen, oft auch als größere Felder. Dafür kämpfen Frauen mit roten Punkten im Gesicht oder bekommen nach der Beinrasur Pickel am Oberschenkel.

Pickel am Rücken sind hartnäckig. Hier arbeiten mehr Talgdrüsen als an anderen Körperstellen und damit steigen die Chancen für die lästigen Hautprobleme. Außerdem erreicht man sie allein meist schlecht, was in Hinsicht auf die Pflege nicht einfach ist. Da die Ursachen denen anderer Pickel entsprechen, richtet sich auch die Behandlung in ähnlicher Weise wie beispielsweise bei Pickeln im Gesicht nach der Schwere der Entzündungen.

Zunächst kann man die Behandlung allein mit Präparaten aus dem Handel versuchen. Dabei sollte auf gute Produkte geachtet werden, auch wenn diese etwas mehr kosten. Statt billiger Ware sind ein neutraler ph-Wert und fettarme Substanzen zu bevorzugen. Übrigens gilt der Ratschlag, Kosmetik mit wenig Fett und im Übrigen auch nicht zu viel Alkohol zu benutzen, für jede von Akne geplagte Haut.

Der Wirkstoff Bezoylperoxid ist in zahlreichen Präparaten zur Aknebehandlung verarbeitet. Er hat keimtötende sowie Talg reduzierende Eigenschaften und löst die Verhornungen der Haut auf. Auch Fruchtsäuren erzielen durch ihre aufweichenden, quasi schälenden Eigenschaften gute Ergebnisse in der Anwendung. Es gilt, alles auszutesten, bevor man zu Medikamenten greift.

Hautarzt und Eigenverantwortung kombinieren

Sind die Pickel am Rücken allzu hartnäckig oder weiten sich zu rotgelben Abszessen aus, muss der Hautarzt weiterhelfen. Jetzt kommen kortisonhaltige Salben oder Medikamente zum Einsatz. Orale Antibiotika oder Accutane sollten allerdings erst eingenommen werden, wenn ansonsten nichts mehr hilft. Tabletten dieser Stärke haben immer auch Nebenwirkungen, sind jedoch in schweren Fällen unverzichtbar.

Als eigene Maßnahmen helfen erste Reinigungsregeln. Zu oft sollte man den Rücken keinesfalls waschen, allerdings gilt dies nicht im Sommer und bei sportlicher Betätigung. Schweiß kann die Akneneigung verstärken. Sanfte Reinigungsmittel sind beim Waschen erste Wahl. Nach dem Duschen trocknet man sich normal ab, rubbelt nach Möglichkeit nicht stark und zieht nach einer leichten Feuchtigkeitspflege lockere Kleidung an. Wollfette oder Vaseline stehen in dem Ruf, empfindlicher oder unruhiger Haut eher zu schaden. Die Wahl des richtigen Pflegeprodukts sollte man also nicht dem Zufall überlassen und sich im Zweifelsfall in einem Drogeriemarkt oder der Apotheke beraten lassen.

Die Meinungen zu Kleiderstoffen gehen auseinander. Stimmen die einen gegen Synthetik, erklären andere Fachleute, das Material wäre nicht ausschlaggebend. Beide Seiten sind sich allerdings einig, dass die Oberteile nicht zu eng sitzen dürfen. Falls Betroffene dennoch Maßarbeit bevorzugen und auf Figur geschnittene T-Shirts kaufen, ist jedoch Baumwolle gegenüber Kunstfasern tatsächlich die bessere Wahl.

Naturheilmittel testen

Wie alle Pusteln lassen sich auch Pickel am Rücken durchaus probehalber mit Hausmitteln behandeln. Dabei geht es um Naturstoffe, die man entweder mischen kann – zum Beispiel Honig und Quark – oder einzeln auflegt, beispielsweise Gurkenscheiben. Ein Peeling mit Meersalz oder ein entsprechend gutes Produkt aus dem Handel bringt auf jeden Fall schnelle Hilfe, wenn überraschend eine Schwimmbadverabredung ansteht oder das neue Kleid mit dem attraktiven Rückenausschnitt angezogen werden soll. Doch eine Dauerlösung ist das nur bei wenigen Pickeln.

Wer immer wieder mit den roten Pusteln zu kämpfen hat, sollte das eine oder andere Hausmittel über einen längeren Zeitraum testen. Ob es anschlägt oder nicht, wird die Haut meist erst nach einer gewissen Zeit zeigen. Zu viel schnelles Ausprobieren sowie der ständige Wechsel der Mittel irritiert die Haut. Peelings sind nur ein bis zwei Mal pro Woche angesagt. Keimtötende, sanfte Lösungen wie Kamillensud oder Teebaumöl kann man dagegen täglich auftragen. Dass die Haut abends und vor den Behandlungen vorsichtig, aber gründlich gereinigt wird, sollte selbstverständlich sein.

 

© drubig-photo – Fotolia.com


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